Krefelder Bier via Schiefbahn nach China

Deutsches Bier hat weltweit einen hervorragenden Ruf. Was  sich inzwischen auch nach China herumgesprochen hat – und wovon wiederum eine Geschäftsidee lebt, die von der Schiefbahner Firma „Evestar“ maßgeblich umgesetzt wird: Die Firma an der Linsellesstraße in Schiefbahn exportiert seit kurzem Flaschenbier der Firma Königshof in Containern nach China, um es dort zu vermarkten.

Grund genug für Bürgermeister Josef Heyes und Christian Hehnen von der Willicher Wirtschaftsförderung, dem Unternehmen einen Besuch abzustatten und sich vom Geschäftsführer Liming Zheng und Frank Tichelkamp, Verkaufsleiter der Brauerei Königshof, mehr zum Projekt beider Firmen berichten zu lassen. Hehnen: „Nicht erst nach verschiedenen Lebensmittelskandalen in China stehen ausländische Lebensmittel, vor allem aber eben deutsche Lebensmittel, dort hoch im Kurs und gelten als qualitativ hochwertig. Ein vielversprechendes Geschäftsfeld.“

Vor rund zehn Jahren hatte ein mutiger Unternehmer die Übernahme einer traditionsreichen, aber gleichwohl abgewirtschafteten Braustätte „Königshof“ in Krefeld gewagt, und zehn Jahre später ist aus dem traurigen Rest eines ehedem großen Namens eine selbstbewusste Brauerei mit identitätsstiftender Marke, breitem Dienstleistungsangebot und 50 Mitarbeitern geworden – beim Start waren es sieben.

Neben dem Investor Josef Klösters, Betreiber mehrerer Sand-, Beton- und Kieswerke, sind Geschäftsführer Robert Ditz, Verkaufsleiter Frank Tichelkamp und Braumeister Georg Schroers die treibenden Kräfte hinter der Erfolgsgeschichte. Und für die Palette der gebrauten Biere (Pils und Alt der Marke Original Königshofer, im Preiseinstiegsbereich bieten die Krefelder Pils, Alt, Export, Radler, Weizen und Malz der Marke Brauerei Königshof) sorgen die vier Braumeister, die inzwischen an Bord sind. Im Dreischichtbetrieb wird rund um die Uhr gearbeitet, der Brauprozess läuft vollautomatisch in einem komplett umgerüsteten Sudhaus.

Bei aller Qualität des Produktes – die Brauerei hat schon Goldmedaillen für die Qualität ihres Bieres gewonnen – ist der Preis des Endprodukts ein entscheidender Faktor für Erfolg. „Mit günstigen Preisen konnten und können wir Marktanteile gewinnen und den Verbraucher spürbar entlasten“, so Tichelkamp, der jetzt in den Schiefbahnern den geeigneten Partner für einen Erweiterung des Marktes gefunden hat – eben nach China. Konkret werden pro Lieferung bis zu 100 000 Flaschen Alt, Pils und Weizen gen China geschickt  – zuletzt 4 Container in der letzten Woche. Zielhafen ist dann Dalian, eine 6-Millionen-Hafenstadt in der Provinz Liaoning, Chinas nördlichster eisfreier Seehafen.  Unser Foto zeigt von liBesuch bei Evestarnks Liping Tian (Exportabteilung Manager, Evestar), Christian Hehnen, Josef Heyes, Frank Tichelkamp (Brauerei Königshof GmbH) und Liming Zheng (Evestar). Foto: privat