Wirtschaftspolitische Positionen vor der Kommunalwahl: IHK Mittlerer Niederrhein befragt ihre Unternehmen

Bevor bei der Kommunalwahl am 13. September 2020 in Nordrhein-Westfalen Bürgermeister und Landräte sowie Stadt- und Gemeinderäte gewählt werden, sind die Mitgliedsunternehmen der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein gefragt. Die IHK will
dazu beitragen, dass die Wirtschaftspolitik zu einem maßgeblichen Thema des Wahlkampfs in Krefeld, Mönchengladbach, dem Rhein-Kreis Neuss und dem Kreis Viersen wird. „Die Konjunktur trübt sich ein, nun erwarten wir von den Kommunalpolitikern, dass sie im Vorfeld der Wahl ganz klare Ziele im Hinblick auf die Bedürfnisse der Unternehmen vor Ort formulieren“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz. Um sich im Sinne der Unternehmen zu positionieren und ihre wirtschaftspolitischen Forderungen zu formulieren, setzt die IHK erstmalig auch auf eine breit angelegte Befragung. Alle ihre knapp 80.000 Mitgliedsunternehmen sind aufgerufen, sich online an der Umfrage zu beteiligen.
„Dank unserer IHK-Standortanalysen haben wir einen guten Überblick über Stärken und Schwächen aller Städte und Gemeinden des Mittleren Niederrheins“, erläutert der IHK-Hauptgeschäftsführer. „Nun möchten wir von unseren Mitgliedern konkret wissen, an welchen Stellschrauben gedreht werden muss, damit der Standort für Unternehmen noch attraktiver wird.“ Alle Unternehmen haben die Möglichkeit, ihre Vorschläge und Ideen für die Kommunalpolitischen Positionen online einzubringen. Der Fragebogen umfasst vier offene Fragen. Dabei geht es beispielsweise um die Verbesserung der innerstädtischen Verkehrsinfrastruktur, die Belebung der Innenstädte und Stadtteilzentren und um die Wirtschaftsfreundlichkeit der Verwaltung.
Die Gremien der Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein werden sich dann in der ersten Jahreshälfte 2020 intensiv mit den kommunalpolitischen Positionen der IHK für die kommende Legislaturperiode beschäftigen. „In unserer Vollversammlung im Sommer 2020 werden wir einen detaillierten Forderungskatalog verabschieden, der das Gesamtinteresse der Wirtschaft am Mittleren Niederrhein widerspiegeln wird“, erklärt Steinmetz.

Die Umfrage ist das größte Beteiligungsprojekt, das die IHK Mittlerer Niederrhein jemals im Bereich der politischen Gesamtinteressenvertretung umgesetzt hat. „Ich freue mich auf die Anregungen unserer Mitglieder und die anschließende Diskussion in unseren Ausschüssen“, so Steinmetz. Bis zum 31. Oktober 2019 können sich Unternehmen an der Umfrage beteiligen. Der Fragenkatalog steht im Internet zur Verfügung: www.mittlerer-niederrhein.ihk.de/20202025